»Und da übertraf das junge Ensemble selbst hochgesteckte Erwartungen. Als "Frucht einer langen und mühvollen Arbeit" bezeichnete Mozart sein Streichquartett B-Dur KV 458. Nichts davon spürte man im vollblütigen Spiel, das die jungen Künstler aus dem Jagdhorn-Motiv des ersten Satzes mitreissend entfalteten und die Gleichberechtigung ihrer vier Instrumente souverän lebendig werden liessen. Dass dieses farbvolle, agile Gestalten jederzeit von persönlichem Geist durchdrungen war, bestätigte besonders der langsame Satz in seiner verinnerlichten Leidenschaft.
Dieses Erlebnis von vier kammermusikalischen Linien in faszinierender Regsamkeit, gerundet vom sonoren Celloklang, begeisterte ebenso im Streichquartett a-moll von Mendelssohn. Die Musiker liessen es in der weit ausgreifenden Fuge dynamisch in voller Transparenz erstehen. Und sie zeigten sich mit der beigegebenen "Canzonetta" als überzeugend versierte Mendelssohn-Interpreten.«