Vierfach beflügelt
Das Asasello-Quartett in Basel
"Mit reizvollen Gegensätzen warteten die in Basel und Köln ausgebildeten jungen Musiker auf."
von Klaus Schweizer
Auszug
Auf Notenpulte verzichten sie, wenn György Kurtágs «Zwölf Mikroludien» an der Reihe sind. Im Kreis wie um ein unsichtbares Kraftzentrum sitzend, mit wenig Blickkontakt, aber höchster Konzentration setzen die vier jungen Spieler auf dem schmucklosen Podium des Hans-Huber-Saals den nur wenige Minuten beanspruchenden Töne-Mikrokosmos des ungarischen Komponisten unter Hochspannung.
Zuvor bewiesen Rostislav Kojevnikov und Barbara Kuster (Violinen), Justyna Sliwa (Viola) und Andreas Müller (Cello) am horrend schwierigen 2. Streichquartett von György Ligeti perfektes Teamwork.
Auf Quartette von Mozart (F-Dur, KV 590) und Beethoven (c-Moll, op.18/4) fiel die Wahl, um für den Basler Abend klassische Gegensätze zu schaffen. Ausdrucksgesättigt und lebhaft, hie und da sympathisch forsch (Beethoven-Menuett, Mozart-Finale) kam diese wohl vertraute Musik herüber.