Drei Tage "Hochgenuss" im weitesten Sinne versprechen die "Musiktage Fafleralp", ein von Dr.Ulrich Fünfschilling und dem Asasello Quartett 2008 gemeinsam iniziiertes Musik Festival der besonderen Art. In der Höhe sollen sich nicht nur Musikbegeisterte oder Bergfans treffen sondern entweder bergsteigende Musikliebhaber oder musikliebende Naturfreunde. Dass in der einmaligen Bergwelt des Lötschentals im besonderen Ambiente des Hotels Fafleralp der musikalische Spitzensport Streichquartett richtig plaziert ist, kann man aber auch als Amateur erfahren. Weder die Touren noch das musikalische Angebot sind "nur für Experten": unter kundiger Berg-Führung und im Vertrauen auf die universelle Sprache der Musik sollten die drei Tage im Juni für alle Beteiligten auf jeden Fall zum sinnlichen Erlebnis werden.

Stiftung Blatten:

Die Stiftung Blatten-Lötschental hat sich der Pflege und dem Erhalt der bäuerlichen Baukultur im Lötschental verschrieben, da die traditionelle Bauweise erheblich zum Charme dieses Tals beiträgt und gerade deswegen oft wiederkehrende "Freunde des Lötschentals" aus aller Welt als Touristen anzieht.

Mit der Unterstützung des zweiten Konzerts der Musiktage Fafleralp in der Dorfkirche Blatten erweitert die Stiftung ihren Wirkungs-Radius. Der musikalische Import der Musiktage Fafleralp wird in diesem Konzert öffentlich zugänglich gemacht, ein Angebot zu Kulturaustausch und gegenseitiger Inspiration.

Der Kommentar des Asasello Quartetts:

"Was sucht ein Streichquartett in den Bergen? Ist das Alphorn oder die Blaskapelle im Dorf nicht das der Umgebung mehr entsprechende musikalische Angebot? Natürlich ist es das. Will man sich direkt draussen an der frischen Luft Gehör verschaffen, sind das die passenderen Instrumente um musikalische Schwingungen in der natürlichen Umgebung zu verbreiten. Die Kommunikation von Berg zu Berg, von Dorf zu Dorf funktioniert auf diese Weise, eine Geige hat da wenig Chance. Wozu sich also die Mühe machen, stundenlang in die Alpen reisen um am Ende gar -in den Alpen noch berüchtigteres- schlechtes Wetter zu erwischen?

Auf den ersten Blick sind sich also Alphorn und Streichquartett allein schon wegen der Assoziation Berg völlig fremd. Doch aufgepasst!

Das Verbindende Element ist nicht das "wie" oder "wo" sondern das "was" : nämlich die Kommunikation -gerade im Streichquartett!

"Ein Gespräch unter vier vernünftigen Leuten" soll Wolfgang Goethes vielzitierter Kommentar zu dieser musikalischen Formation gewesen sein.

Wie auch immer, der Kontrast zwischen intimer Kammermusik- in diesem Falle in der kleinen Kapelle des Hotels Fafleralp- zur gewaltigen Bergwelt ist enorm: vergleichbar mit fünfachem "fffff" zu einem subito "ppppp", eine Notation, die -besonders in der Neuen Musik- keineswegs ungewöhnlich ist. Die Suche nach  Kontrasten dieser Grössenordnung ist für uns zentral, sei es im mutigen Umgang mit selbstverständlich auch zeitgenössischem Repertoire, wie auch mit der Auswahl der Spielorte. Denn mit den Musiktagen auf der Fafleralp wie auch mit anderen Projekten verfolgen wir immer wieder dieses gleiche und ewige Ziel: musikalische Kommunikation untereinander und mit der Umwelt, möglichst spannend und herausfordernd."