PAYSAGES - LANDSCHAFTEN
Erfolgreiche Musiker sind schon immer viel gereist. Neu sind heute jedoch Geschwindigkeit und Intensität des Austauschs, die zwischen Menschen aus unterschiedlichen Teilen Europas und der Welt möglich geworden sind. Die Musiker des Asasello Quartetts stammen aus unterschiedlichen Ländern Europas, sind in unterschiedlichen Landschaften, mit unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen. „Wir sind Kinder unserer Zeit, es gibt keinen eisernen Vorhang mehr, wir können uns wunderbar verständigen, es gibt kaum mehr Grenzen, jetzt, da wir in Deutschland wohnen“, betonen die Vier. „Aber wir stellen immer wieder fest, dass es unterschiedliche Arten gibt, Dinge zu empfinden, zu hören, zu erwarten oder zu kommunizieren.“
In ihren Paysages verfolgen die Musikerinnen und Musiker spielerisch die Bedeutung ihrer persönlichen Geschichten für ihre Identität als Quartett. Anhand einer musikalischen „Lebensform“, die wie keine zweite gemeinsame Zeit und Kommunikation fordert, gehen sie so auch der Frage nach, wie Gemeinschaft in einer polykulturellen Gesellschaft entsteht, welche Schwierigkeiten und welche Chancen aus ihr erwachsen. Die „Landschaft“, die das Asasello Quartett in seinen Paysages-Konzerten diesmal zeichnet, trägt die Umrisse von Österreich, Polen, Russland und Deutschland. Mit dem Entwurf solcher Paysages ist es nicht getan – auf Konzertreisen durch Russland, Polen, Deutschland oder die Schweiz bringen die vier Musiker ihre imaginären mit echten Landkarten zur Deckung.
Am Ende steht kein geglättetes Bild eines harmonischen Europas, sondern eine authentische Gegenüberstellung unterschiedlicher Standpunkte, die doch ein Ganzes bilden: durch das Asasello Quartett, das derzeit in NRW beheimatet ist.
Patrick Hahn
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In der direkten Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit Komponisten manifestiert sich das Engagement der Künstler für die Musik unserer Zeit. Diese so in geeignete Konzertprogramme zu integrieren, dass nicht ausschließlich geschulte Hörer Verständnis und Zugang entwickeln können, ist ein grundsätzliches Anliegen des Streichquartetts und zugleich der rote Faden im Projekt PAYSAGES.
Asasello Quartett
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„Wir sind überzeugt, dass diese sorgfältige Auseinandersetzung mit europäischer Musik in der Königsdisziplin Streichquartett noch die eine oder andere wenig offensichtliche Mauer zu Fall bringen könnte“, sagen die Musiker. Ob Mauern fallen können, steht dahin. Aber sie werden virtuos überstiegen. Denn für sie ist Musizieren zugleich ein „Dialog über Länder, Sitten und Zeiten hinaus“, ein Eins-Werden von Traditionen und Altersschichten.
Dr. Karl Böhmer
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>>aktuelles Paysages - Programmheft
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Wir danken für die Unterstützung:
Der STIFTUNG PIROLO,
Kunststiftung NRW
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