
Die aus Russland (Rostislav Kojevnikov), Polen (Justyna Śliwa), Österreich (Wolfgang Zamastil) und der Schweiz (Barbara Kuster) stammenden Musiker des Asasello Quartetts haben sich in wenigen Jahren ein vielfältiges Repertoire erarbeitet und durch den selbstverständlichen Umgang mit der Musik der Gegenwart, parallel zum klassisch romantischen Repertoire, einen hervorragenden Ruf erspielt.
Nach Abschluss der Studien mit Schwerpunkt Kammermusik in Basel wurde das Quartett 2003 in Köln in die Meisterklasse des Alban Berg Quartetts aufgenommen. Weitere wichtige Impulse gab es von Christophe Desjardins, Paris, und Chaim Taub, Tel Aviv.
Der 1. Preis beim Wettbewerb des Migros-Kulturprozentes, Zürich 2003, war der Auftakt zu einer internationalen Konzerttätigkeit. 2009 gehörte das Quartett zu den Gewinnern des "Ersten internationalen Kammermusikwettbewerb ICMC" in Hamburg.
Auftritte bei der MusikTriennale Köln, in der Wigmore Hall London, sowie die Teilnahme an Workshops wie z.B. der Lucerne Festival Academy und dem "Heidelberger Frühling Atelier" haben durch aufregendes und temperamentvolles Spiel immer wieder zu großem Erfolg geführt.
Verschiedene Preise und Förderungen erlaubten es den Musikern schon bald, eigene Projekte zu realisieren: 2005 und 2007 sind zwei CDs in Eigenproduktion entstanden, und im Sommer 2008 fand im Schweizer Lötschental erstmals das "Musikalische Wochenende Fafleralp" unter künstlerischer Leitung des Quartetts statt. 2010 geht das kleine Festival als "Musiktage Fafleralp" in die zweite Runde.
Der Kontakt zu Komponisten wie Helmut Lachenmann, Wolfgang Rihm, Matthias Pintscher, Michael Jarrell, Kaija Saariaho, Christoph Staude, Thomas Adès, Sergej Newski, Aleksandra Gryka u. a. eine enorme Bereicherung in der Erforschung "zeitgenössischer Aufführungspraxis".
Mit der Initiierung der Konzertreihe "1:1 – Schon gehört?" profiliert sich das Asasello Quartett seit Herbst 2008 in Köln als junges, innovatives Ensemble.
Für 2009 hat das Asasello Quartett drei Kompositionsaufträge an Komponisten aus der Schweiz, Polen und Russland vergeben. Unter dem Titel "4 paysages – 4 Landschaften" bringt das Asasello Quartett zwei Programme mit Werken aus den Heimatländern der Quartettmitglieder – eine intensive Beschäftigung mit europäischer Streichquartettliteratur von Beethoven bis Newski – zu Gehör. Einer Tournee durch Sibirien im April 2009 folgt die Einladung nach Polen an das Gorczycki Festival im April 2010.
2009 sind zwei Einspielungen mit Werken von Felix Mendelssohn und seiner Schwester Fanny Hensel sowie Schubert "Der Tod und das Mädchen" und Schnittke Streichquartett Nr. 3. bei CAvi-music erschienen.
Die Projekte des Ensembles werden gefördert von der RheinEnergie Stiftung Kultur, der Kunststiftung NRW, von der Schweizer Stiftung Pro Helvetia und vom Kulturamt der Stadt Köln. Ausserdem spielt Justyna Śliwa eine von der PIROLO Stiftung Basel zur Verfügung gestellte Bratsche und Bogen.
Stand Januar 2010